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Warum Vintage-Poster besser sind als neutrale Wandbilder
Die Wand über Ihrem Sofa sollte etwas über Sie erzählen. Doch in zu vielen Wohnungen zeigt sie derzeit dasselbe beige Nichts wie überall.
TEXT MORYARTY

Sie kennen die Wand über dem Sofa. Gäste sehen sie als Erstes, und kaum ein anderer Platz in der Wohnung lässt sich so leicht persönlich gestalten. Öffnen Sie jedoch eine beliebige Website für Wohnaccessoires, erscheinen dort immer dieselben beigen abstrakten Drucke: ein sanfter Bogen, eine unregelmäßige Linie, ein Kreis in Graubeige. Aus einem Zimmer, das Ihres sein sollte, wird eine Seite aus einem fremden Katalog.
Sagen wir es deutlich: Neutrale Wandbilder von der Stange lassen Wohnungen gleich aussehen. Vintage-Poster sind das Gegenmittel. Nicht, weil alt automatisch besser wäre, sondern weil diese Bilder gesehen werden sollten. Sie sollten etwas verkaufen, etwas feiern oder Fremde auf der Straße zum Stehenbleiben bringen. Die Wand in Ihrem Wohnzimmer war nie dazu da, unsichtbar zu sein.
Die neutrale Schablone lässt Räume gleich aussehen
Graue Böden, weiße Wände, ein beiges Sofa, ein heller Teppich. Für sich genommen ist daran nichts falsch. Zusammen verraten sie kaum noch etwas darüber, wer in einem Zimmer wohnt. Die Drucke, die diesen Look vervollständigen sollen, machen ihn noch eintöniger. Dieselben abstrakten Formen hängen in so vielen Wohnungen, dass selbst die letzte freie Fläche, die Wand, nichts zeigt, was Sie nicht in hundert anderen Zimmern finden könnten.
Gehen Sie bei großen Einrichtungsketten an den Bilderregalen entlang oder scrollen Sie durch einen Online-Shop für Wohnaccessoires: Überall begegnen Ihnen dieselben wenigen Ideen. Eine Strichzeichnung von einem Gesicht, ein Bogen in Naturtönen, ein einzelnes gedrucktes Wort wie atmen. Die Motive wechseln, die Wirkung nicht. Der Look stammt aus einer Stilvorlage, die weltweit in sozialen Netzwerken kopiert wird.
Ein Druck, der angeblich in jeden Raum passt, bezieht meist keine Stellung. Er hat kein Motiv, keine Geschichte, keinen Blickwinkel. Sein einziges Versprechen: Er beißt sich nicht mit dem Sofa. Wenn das zur Standardempfehlung für jede Wand wird, ist eine Wohnung kein Porträt ihrer Bewohner mehr, sondern eine Kulisse. Wir halten das für einen Verlust, nicht für einen Stil.

Dieselbe Gleichförmigkeit hat längst öffentliche Räume erreicht. Cafés in Lissabon, Restaurants in Kopenhagen und Geschäfte in Barcelona sprechen immer öfter dieselbe Einrichtungssprache: helle Wände, ein Lampenschirm aus Rattan, ein Stängel Pampasgras, ein beiger abstrakter Druck. Sie treten ein und könnten überall sein. Früher gaben die Menschen, die ein Lokal oder Geschäft führten, dem Ort seinen Charakter. Genau das nimmt ihm die neutrale Formel.
Historische Werbung stand vor der gegenteiligen Aufgabe. Ein Poster musste Passanten eine Zeitschrift, eine Kaffeemarke, einen Zoo oder eine Eisenbahnlinie nahebringen. Es hatte ein Ziel, ein Publikum und eine einzige Chance, Blicke einzufangen. Diese Dringlichkeit steckt noch immer im Bild. Ein altes Werbeplakat will Betrachter von etwas überzeugen. Ein neutraler Druck will das nicht.
Unsere Posterauswahl
- Das Werbeplakat für die Satirezeitschrift Das kleine Witzblatt (1901) von Julius Klinger: Schwarz und Orange leisten hier die Arbeit einer ganzen Kampagne.
- Ein Kaffeeplakat von Karl Hofer aus dem Jahr 1900. Der später bekannte Maler setzte Schwarz, Gelb und Rot ein, um die Blicke der Passanten auf sein Plakat zu ziehen und Kaffee zu verkaufen.
- Das Poster für den Münchner Zoologischen Garten (1912) von Ludwig Hohlwein: Einer der großen Plakatgestalter Münchens wollte damit Passanten auf den Zoo der Stadt aufmerksam machen.
Ihre Wände sollten zeigen, wer hier wohnt
Viele unserer Möbel stehen auch bei anderen. Sofa, Bettgestell, Tisch und Regale stammen oft aus denselben wenigen Möbelserien, die europaweit verkauft werden. Gute Möbel sind teuer, und vertraute Formen sind praktisch. Bei der Wand ist das anders. Ein bewusst gewähltes Bild über dem Sofa oder neben dem Tisch gibt einer persönlichen Vorliebe einen festen, sichtbaren Platz im Zimmer. Das kostet weit weniger als neue Möbel und sagt weit mehr aus.
Farbe galt nicht immer als Problem. Verner Panton verwandelte 1970 mit seiner Installation Visiona 2 einen ganzen Raum in eine durchgehende Landschaft aus geschwungenen Textilien und satten Farben. Die Memphis Group prägte die 1980er-Jahre mit aufeinanderprallenden Pink- und Türkistönen und selbstbewusster Geometrie. Die Menschen richteten sich mit solchen Farben ein. Die Grau-in-Grau-Phase ist erst wenige Jahre alt und wird wie die anderen vorübergehen. Ob Ihre Wände dann noch lebendig aussehen, hängt davon ab, was Sie heute aufhängen.
Filmplakate, Ankündigungen für Ausstellungen und illustrierte Zeitschriftengrafik bieten Ihnen Motive, zu denen Sie einen Bezug haben, statt bloß Farben, die zu etwas passen. Mit Konzert- und Filmplakaten zeigen Sie Besuchern, dass Musik und Kino zu Ihnen gehören. Das Eisenbahnposter mit den Pyrenäen von Roger Aujame macht Ihre Liebe zu Bergen und alten Bahnstrecken sichtbar. Wenn Sie eine Galerieeinladung rahmen, bewahren Sie den Moment, in dem Sie vor dem Werk eines Malers standen und wussten: Dieses Bild möchte ich zu Hause sehen. Jede Wahl ist eine kleine Aussage. Keine davon lässt sich durch einen beigen Kreis ersetzen.

Ihre Wand lässt Platz für eine solche Aussage, ohne dass Sie die Möbel austauschen oder das Zimmer neu streichen müssen. Und das Beste: Das Bild bleibt Teil Ihres Alltags. Sie sehen es beim Frühstück, während eines Telefonats oder wenn abends das Licht darauf fällt. Ein Bild, das Sie nur gewählt haben, weil es so aussieht wie die Bilder, die derzeit überall hängen, nehmen Sie nach einem Monat kaum noch wahr. Ein Bild, das Sie gewählt haben, weil es Ihnen etwas bedeutet, spricht Sie noch Jahre später an.
Unsere Posterauswahl
- Für alle, die Sommer und alte Zeitschriften lieben: die von Julius Klinger gestaltete Badenummer (1911) der Berliner Satire-Wochenzeitschrift Lustige Blätter in Grün und Schwarz.
- Das Poster zu Solaris von Tarkovsky aus dem Jahr 1972 zeigt den Science-Fiction-Kultfilm in Schwarz, Weiß, Rot und Blau, mit einer kreisförmigen Grafik.
- Das Galerieplakat von Tom Krojer aus dem Jahr 1989: ein Ausstellungsposter, das statt der Grautöne aus dem Einrichtungshaus die Rot-, Blau- und Gelbtöne eines Malers an die Wand bringt.
Die Archive stecken voller Kunst, die noch immer neu wirkt
Ein verbreiteter Mythos besagt, Vintage beschränke sich auf eine Handvoll Klischees: den Eiffelturm, ein Reise-Blechschild, ein verblasstes Pin-up. Das Gegenteil ist wahr. Bibliotheken, Museen, Privatsammlungen und Märkte auf der ganzen Welt bewahren Abertausende Entwürfe, die nie Teil einer saisonalen Dekokollektion wurden. Dort finden wir unsere Poster. An Bildern hat es nie gefehlt. Die meisten Menschen kennen nur den kleinen Ausschnitt, den jemand anders für sie ausgewählt hat.
Alt muss nicht altmodisch heißen. Manche Poster aus dem Jahr 1900 wirken flächiger, prägnanter und direkter als die meisten neutralen Massendrucke, die heute verkauft werden. Ihre Gestalter kannten die Grenzen der Drucktechnik und machten daraus einen Stil: kräftige Farbflächen, selbstbewusste Schrift, keine überflüssige Linie. Neben einem modernen Sofa vor einer weißen Wand wirkt so ein Poster oft wie das Modernste im Raum.
Frisch wirken diese Bilder auch deshalb, weil sie nicht alle als Dekoration gedacht waren. Eine Anzeige sollte Seife verkaufen. Eine wissenschaftliche Bildtafel sollte Wissen vermitteln. Ein Kunstdruck sollte eine Form erkunden. Aus diesen unterschiedlichen Zielen entstand eine Vielfalt, mit der kein einzelner Einrichtungstrend mithalten kann: Meerestiere auf einer Schautafel, ein japanisches Theaterplakat, ein Pariser Kinoprogramm, ein Scherenschnitt von Matisse. Die Bandbreite ist so groß, weil die ursprünglichen Zwecke so unterschiedlich waren.

Ein Name, ein Datum und ein ursprünglicher Zweck geben einem Bild etwas, das ein beliebiger Retro-Effekt nie haben kann: eine Verbindung zur Vergangenheit. Nehmen Sie Julius Klinger, einen in Wien geborenen Plakatkünstler, der in Berlin tätig war. Sie können nachlesen, für wen er arbeitete, wann er lebte und welche Poster er für seine Auftraggeber entwarf. Je länger Sie mit dem Bild leben, desto interessanter wird diese Geschichte. An Ihrer Wand hängt Geschichte, keine künstliche Nostalgie.
Unsere Posterauswahl
- Eine Geschäftsanzeige von Paul Mitzkat aus dem Jahr 1950 in Schwarz und Beige: der Beweis, dass ein zweifarbiges Poster weit mehr Charakter haben kann als ein neutraler Druck.
- Das schwarz-weiße Tabu-Poster von Julius Klinger aus dem Jahr 1919: ein über hundert Jahre altes abstraktes Muster, das noch immer wie von morgen aussieht.
- Der Scherenschnitt einer weißen Alge auf Rot und Grün von Matisse aus dem Jahr 1947: Papier, Schere und Farbe, heute so radikal wie jedes Bild an einer Galeriewand.
- Die Bildtafel mit Rippenquallen von Ernst Haeckel aus dem Jahr 1904, die in Kunstformen der Natur erschien: eine wissenschaftliche Illustration zum Lernen, die an der Wand als pures Design wirkt.
Ein Bild mit Geschichte bleibt
Ein Dekotrend ändert sich alle paar Saisons. Ein Thema, das Sie wirklich interessiert, nicht. Wenn Sie ein Bild wählen, weil es mit etwas zu tun hat, das Sie lieben, wird es Ihnen mit jedem Blick vertrauter, nicht gleichgültiger. Es zählt dann nicht mehr, ob der Rahmen zum neuen Kissen passt, sondern was auf dem Bild zu sehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einer Kulisse und einem Bild.
Denken Sie an ein Sportposter aus den 1920er-Jahren, eine Vogelillustration aus einem naturkundlichen Buch des 19. Jahrhunderts oder ein Zeitschriftencover aus den 1930ern. Jedes dieser Bilder hat einen Hintergrund, den Sie nach dem ersten Blick entdecken können: Wer gewann damals die Turniere? Wie entstand das Vogelbuch? Worüber lachten die Leser der Zeitschrift? Das Poster öffnet ein Fenster zu etwas Echtem. Sein Reiz verblasst nicht, sobald sich die Farbtrends ändern.
Ein Bild mit einem konkreten Motiv gibt jedem, der es sieht, etwas zum Wiedererkennen und Nachfragen: einen Sport, einen Vogel, eine Zeitschrift, eine Stadt. Bei einer blassen Form bleibt nur die Frage, ob sie zum Sofa passt. Aus einem Gespräch über ein Motiv kann mehr werden. Das Gespräch über eine passende Farbe endet an der Wand.

In zehn Jahren werden sich die Trends mehrfach geändert haben. Freuen werden Sie sich dann noch über die Bilder, deren Motiv und Geschichte Ihnen weiterhin etwas bedeuten. Das Poster, das Sie an einen Film, einen Vogel, eine Stadt oder ein Spiel erinnert, wird das auch dann noch tun. Den Druck, den Sie wegen seines perfekten Graubeigetons gewählt haben, werden Sie bis dahin zweimal ausgetauscht und vergessen haben.
Unsere Posterauswahl
- Wer Tennis liebt, bringt mit dem Dunlop-Werbeplakat für den Ball der Champions von Jean d'Ylen aus dem Jahr 1929 den Sport an die Wand.
- Die Bildtafel mit dem Kubaflamingo von John James Audubon aus dem Jahr 1827: ein Vogel aus Birds of America, zugleich Naturkunde und ein Farbmotiv, das nicht an Wirkung verliert.
- Für alle, die die Zeitschrift lieben: ein New-Yorker-Cover aus den 1930er-Jahren von Roger Duvoisin, der später durch seine Kinderbuchillustrationen bekannt wurde.
Wir finden die Motive und drucken sie für Ihre Wand
MORYARTY wurde 2015 gegründet. Wir finden unsere Poster in Bibliotheken, Museen, Privatsammlungen und auf Märkten. Inzwischen umfasst unser Katalog mehr als 2.000 Motive. Bei einer solchen Auswahl gibt es viele Wege zu einem persönlichen Bild: Beginnen Sie mit einem Thema, das Sie lieben, einer Stadt, die Sie kennen, oder einem Künstler, zu dessen Werk Sie immer wieder zurückkehren. So beginnt die Wand, Ihre Handschrift zu tragen.
Jedes Poster drucken wir in unserer Werkstatt in Barcelona auf mattem Fine-Art-Papier in Museumsqualität mit 230 g/m² und lichtechten Tinten. Diese Bilder wurden für Papier geschaffen. Auf diesem Papier bleiben die Linien scharf und die Farben so, wie die Künstler sie gedacht haben.
Rahmen verkaufen wir separat: aus Aluminium, Kiefernholz oder als Magnetrahmen aus Holz. Die bruchsichere Acrylverglasung geht beim Transport nicht zu Bruch. Wenn Sie Poster und Rahmen zusammen bestellen, rahmen wir Ihr Bild kostenlos und versenden es fertig gerahmt. Es kann also direkt an die Wand.

Wir bearbeiten Bestellungen innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Die Lieferung innerhalb Europas dauert je nach Zielort zwei bis vier Tage. So können Sie eine leere weiße Wand mit einem selbst gewählten Bild füllen, und das geht schneller, als das Neustreichen des Zimmers dauern würde. Sie können auch unsere Geschäfte in Barcelona und Lissabon besuchen. Unser Online-Shop ist in 13 Sprachen für das übrige Europa verfügbar.
Wo anfangen? Bei etwas, das Sie interessiert. Einer Karte des alten Paris, einer botanischen Bildtafel, den Vögeln in einem Muster von William Morris oder einer Darstellung des Sonnensystems. Jedes dieser Motive macht Ihre Wand unverwechselbar. Sehen Sie sich unsere Auswahl an und achten Sie darauf, zu welchem Bild Sie immer wieder zurückkehren. Wahrscheinlich gehört genau das über Ihr Sofa.
Unsere Posterauswahl
- Für alle, die eine ganze Wand voller Farbe und Details möchten: Erdbeerdieb (1883) von William Morris, ein bedrucktes Stoffmuster mit Vögeln.
- Für alle, die Paris oder Karten lieben: eine Karte von Paris und seinem damals jungen Métro-Netz aus dem Jahr 1912 von Louis Wuhrer.
- Mohnstudien von Sophia Crownfield aus dem Jahr 1900: Zeichnung und Dekoration zugleich, in Rot und Grün für alle, die Blumen an der Wand möchten.
Schon gewusst?
- Die Lithografie ermöglichte den großen Aufschwung des Plakats. Für jede Farbe brauchte man einen eigenen Stein. Die flächigen, klar abgegrenzten Farben historischer Werbung entstanden auch durch diesen Arbeitsschritt.
- Die Poster von Alphonse Mucha waren in den 1890er-Jahren so beliebt, dass Menschen sie nachts von Plakatwänden abrissen, um sie zu behalten.
- Jules Chéret gilt weithin als Vater des modernen Plakats. Seine Farblithografien trugen dazu bei, die Straßen von Paris in Galerien unter freiem Himmel zu verwandeln.
- Kunstformen der Natur von Ernst Haeckel enthält hundert Bildtafeln mit Lebewesen von Quallen bis zu Strahlentierchen, gezeichnet mit wissenschaftlicher Sorgfalt und einem Auge für Gestaltung.
- William Morris entwarf Erdbeerdieb, nachdem er beobachtet hatte, wie Drosseln in seinem Küchengarten bei Kelmscott Manor Früchte stahlen.
- Die Bezeichnung Art Nouveau geht auf die Pariser Galerie La Maison de l'Art Nouveau aus den 1890er-Jahren zurück.
Sie fragen, wir antworten
Wo kann ich solche Poster in Europa kaufen? Unser Online-Shop bietet mehr als 2.000 Poster, die wir europaweit versenden. Einen Teil der Kollektion können Sie auch in Barcelona und Lissabon ansehen. Die Adressen finden Sie in unserer Geschäftsübersicht. Beginnen Sie mit unseren Favoriten.
In welchen Größen gibt es Reproduktionen von Vintage-Postern? Sie können zwischen vier Formaten wählen: A4, A3, A2 und A1. Die größeren Poster in A1 und A2 werden in stabilen Papprollen verschickt. Poster in A4 und A3 versenden wir flach mit einer festen Rückwand oder in einer Versandrolle.
Wirkt Vintage-Wandkunst in einem modernen Zimmer altmodisch? Nicht in einem schmalen schwarzen Aluminiumrahmen. Das Schwarz greift die Linien moderner Möbel auf, und das schmale Profil lenkt den Blick auf das Bild. Ein Vintage-Poster in diesem Rahmen hat neben einem modernen Sofa seinen Platz.
Wie wähle ich ein Vintage-Poster für mein Wohnzimmer aus? Beginnen Sie mit einem Interesse, nicht mit einer Farbe. Eine Stadt, ein Sport, ein Film, ein Vogel, eine Karte, eine Pflanze. Finden Sie zuerst das Thema. Achten Sie dann darauf, welches Bild Sie immer wieder anschauen möchten, und wählen Sie dieses.
Warum sehen so viele neutrale Wandbilder gleich aus? Unserer Ansicht nach gehen sie auf wenige Vorlagen aus sozialen Netzwerken zurück: den beigen Bogen, die krumme Linie, die blasse Sonne. Geschäfte kopieren, was sich bereits gut verkauft. So werden die Angebote verschiedener Marken beinahe austauschbar. Ein Vintage-Poster dagegen zeigt ein wirkliches Motiv aus einer bestimmten Zeit. Das gibt ihm einen Charakter, den eine neutrale Form nicht hat.
Welche Poster geben einer Wohnung einen eigenen Charakter? Kombinieren Sie Epochen und Themen an einer Wand: eine botanische Studie aus dem 19. Jahrhundert neben einem Filmplakat aus den 1970ern, eine Karte aus den 1930ern über einem modernen Stuhl. Diese Kombination ist persönlich, weil sie in keiner anderen Wohnung genau so zu finden ist. Beginnen Sie mit einem Thema, das Sie lieben, bei berühmten Künstlern oder Karten, und ergänzen Sie weitere Bilder.
Über den Autor
MORYARTY ist ein 2015 gegründetes europäisches Unternehmen mit Geschäften in Spanien und Portugal. Die Poster in unserem Katalog stammen aus Bibliotheken, Museen, Privatsammlungen und von Märkten. Jedes drucken wir selbst in unserer Werkstatt in Barcelona. Mehr als 2.000 Poster später finden wir noch immer: Die beste Wand hat immer etwas zu erzählen.



