Über den Künstler
Eduard Renggli war ein Schweizer Grafikdesigner und Plakatkünstler, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tätig war. In Städten wie Basel und Zürich entwickelte sich damals eine lebendige Plakatkultur, in der Renggli mit klaren Formen, prägnanten Bildaussagen und dem technisch versierten Einsatz der Farblithografie auffiel. Seine Arbeiten trugen wesentlich zur visuellen Identität öffentlicher Anlässe und zum Erscheinungsbild des städtischen Lebens bei.
Dieses Werk entstand 1912 für ein bedeutendes Turnfest in Basel und spiegelt die Rolle solcher Veranstaltungen als gesellschaftliche Treffpunkte und Ausdruck nationaler Verbundenheit in der Vorkriegszeit wider.
Das Kunstwerk
Das Turnfest in Basel zeigt, wie sportliche Ereignisse damals weniger reine Wettbewerbe als kollektive Feiern waren. Turnvereine vereinten Aktive, Familien und lokale Organisationen zu Tagen der Gemeinschaft und des bürgerlichen Engagements. Das Plakat sollte nicht nur informieren, sondern Werte wie Disziplin, Gesundheit und kollektiven Enthusiasmus sichtbar machen.
Mit seiner klaren Bildsprache verkörpert das Plakat den Optimismus und die gemeinsame Energie der damaligen Zeit und fungiert zugleich als historisches Zeugnis lokaler Traditionen und der Entwicklung öffentlicher Festkultur.
Stil und Merkmale
Das Motiv zeigt eine dynamische, stilisierte Athletenfigur in Bewegung, umgesetzt in kräftigen, vereinfachten Formen, die das Auge sofort anziehen. Dekliniert werden starke, kantige Linien und großflächige Farbflächen, darunter Weiß, Rot, Beige, Blau und warmes Braun, die der Komposition Kraft und Klarheit verleihen. Die markante Basel-Beschriftung verankert das Layout, während die insgesamt reduzierte Typografie und Bildanordnung die Lesbarkeit und visuelle Wirkung unterstreichen, wie sie für frühe Schweizer Lithographien typisch ist.
Die Stimmung ist energetisch und zugleich geordnet, ein harmonisches Gleichgewicht aus grafischer Stärke und nostalgischem Charme, wodurch das Plakat zu einem eindrücklichen Beispiel vintage Sports-Poster aus der modernistischen Epoche wird.
In der Raumgestaltung
Als Vintage-Poster setzt dieses Werk einen starken Akzent im Arbeitszimmer, im Eingangsbereich, in einer kleinen Home-Gym-Ecke oder in minimalistisch gestalteten Wohnräumen. Die klare Silhouette und die typografische Präsenz eignen sich gut für eine Gallery Wall mit vintage Werbeplakaten oder als einzelner Blickfang neben Wandkunst mit roten Akzenten. Kombiniert mit hellem Holz, neutralen Wänden oder blauen Accessoires lässt sich die Farbpalette aufnehmen; für vertikale Formate empfehlen sich unsere vertikalen Poster, die moderne und mid-century-Interieurs ergänzen.
