Über den Künstler
Von einem unbekannten Künstler geschaffen, steht diese Vogeltafel aus dem Jahr 1873 exemplarisch für die viktorianische Faszination, die natürliche Welt systematisch zu erfassen. In jener Epoche leisteten ornithologische Illustrationen einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Bildung: Entdecker und Naturforscher brachten Exemplare aus fernen Kontinenten mit, die Künstler in präzisen Tafeln festhielten. Solche Platten wurden häufig für enzyklopädische Werke in Auftrag gegeben und dienten zugleich als Nachschlagewerk und als geschätzte ästhetische Objekte in europäischen Salons und Bibliotheken.
Heute zeugt dieser Druck vom engen Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft im 19. Jahrhundert, von der sorgfältigen Zeichenkunst und der Freude an globaler Entdeckung. Er harmoniert sehr gut mit anderen wissenschaftlichen Illustrationen und kuratierten Sammlungen von Naturdarstellungen derselben Epoche.
Das Kunstwerk
Polytelis alexandrae, der Princess Parrot, erscheint hier zu einer Zeit, als das europäische Interesse an der australischen Tierwelt seinen Höhepunkt erreichte. Expeditionen nach Australien lieferten lebhafte Berichte und Präparate, die Künstler in detaillierte Tafeln übersetzten, um Arten für die wissenschaftliche Untersuchung zu dokumentieren. Diese Darstellung diente dazu, Merkmale von Gefieder, Haltung und Anatomie visuell zu vermitteln, noch bevor die Farbfotografie verbreitet war.
Die Nennung des lateinischen Namens verortet den Vogel in der wissenschaftlichen Taxonomie der Zeit, während die Komposition seine exotische Herkunft und die Faszination für ferne Landschaften betont. Als vintage Sittich-Druck reflektiert das Werk den Status naturkundlicher Sammlungen und die Epoche der ornithologischen Vielfalt.
Stil und Merkmale
Das Werk zeigt zwei langschwänzige Sittiche, die auf einem filigranen Ast sitzen, mit klaren Umrissen und zart aufgetragener Handkolorierung. Das Gefieder dominiert in frischen Grüntönen, ergänzt durch roséfarbene und sanfte gelbe Akzente; der Ast ist in gedeckten Brauntönen gehalten. Der ruhige, aufgeräumte Hintergrund lenkt nicht vom eleganten Formenspiel und den feinen Federdetails ab.
Die Stimmung ist gelassen und sachlich, typisch für ornithologische Tafeln des 19. Jahrhunderts. Dieser antike Vogeldruck verbindet wissenschaftliche Klarheit mit dekorativem Reiz und spricht Liebhaber von vintage Tierwandkunst besonders an.
In der Raumgestaltung
Dieser anspruchsvolle Kunstdruck verleiht Arbeitszimmern, Fluren oder Wohnzimmern einen Hauch naturkundlicher Eleganz. Seine offene Komposition und die wohlklingende Farbpalette fügen sich sowohl in moderne als auch in klassische Einrichtungsstile ein, etwa skandinavisch inspirierte oder eklektische Galerie-Wände.
Für ein harmonisches Arrangement empfiehlt sich eine Rahmenwahl aus Holz sowie Textilien in Salbei-, Oliv- oder gedämpften Goldtönen. Er ergänzt botanische Wandkunst und andere vintage Naturdrucke und bietet zeitlose Anziehungskraft für Sammler und Designliebhaber gleichermaßen.
