Über den Künstler
Joseph Schillinger war Komponist, Theoretiker und Lehrer, dessen zukunftsweisende Ideen Musik, Mathematik und bildende Kunst miteinander verbanden. In den Zwischenkriegsjahren in den Vereinigten Staaten aktiv, entwickelte Schillinger systematische Methoden zu Rhythmus und Form, die bei einer Generation moderner Künstler und Gestalter Anklang fanden.
Seine interdisziplinäre Perspektive zeigt sich deutlich in Werken wie diesem, in denen visuelle Strukturen musikalische Kompositionen spiegeln. Für weiterführende geometrische Anregungen besuchen Sie unsere abstrakten Poster und Musikdrucke.
Das Kunstwerk
Entstanden 1934, reflektiert Area Broken by Perpendiculars eine Epoche, in der Künstler versuchten, die Dynamik des modernen Lebens durch Geometrie und Ordnung auszudrücken. Beeinflusst von Strömungen wie dem Konstruktivismus und dem Bauhaus behandelte Schillinger die Bildebene als ein zu organisierendes, mathematisch zu erforschendes Feld, statt sie naturalistisch darzustellen.
Das Werk ist eine konzeptionelle Studie zur Struktur: Es untersucht, wie die Unterteilung des Raums durch Senkrechte visuellen Rhythmus, Spannung und Harmonie erzeugt. Die Komposition lädt dazu ein, Geometrie als einen aktiven, beinahe musikalischen Prozess zu erfahren, nicht als starre Anordnung.
Stil und Merkmale
Der Druck zeigt ein präzises Raster aus Senkrechten, das die Fläche in asymmetrische Blöcke und Streifen zerteilt. Kräftige Rottöne, Orange, Rosa, Blau und Gelb stehen in Kontrast zu tiefschwarzen Linien und schaffen starke Gegensätze sowie Bewegung über die Bildfläche.
Die Gesamtwirkung ist klar und bewusst gesetzt, mit einer grafischen Präzision, die an moderne Plakatgestaltung erinnert. Die Stimmung verbindet analytische Strenge mit lebendiger Energie und balanciert konstruktive Ordnung und farbliche Impulse aus.
In der Raumgestaltung
Dieser geometrische Kunstdruck eignet sich besonders für zeitgenössische Wohnzimmer, Ateliers oder Arbeitsräume mit Hang zu klaren Linien und dynamischen Formen. Er harmoniert mit Möbeln im Mid-Century-Modern-Stil, minimalistischem Interieur und Räumen, die starke Formen und großzügige Flächen betonen.
Zur Integration des Farbenspiels empfiehlt es sich, einen der lebhaften Töne in Akzentobjekten wie Kissen oder Keramik aufzugreifen und das Umfeld eher neutral zu halten. Für Designhistoriker passt das Werk hervorragend zu vom Bauhaus inspirierter Wandkunst und kann als markanter Blickfang in einer kuratierten Galeriewand dienen.
