Über den Künstler
Diese botanische Platte aus dem Jahr 1876 wurde von einem unbekannten Künstler geschaffen und spiegelt die Blütezeit der naturhistorischen Druckgrafik wider, als Verleger akribische Illustrationen in Auftrag gaben, um Botanik, Medizin und Landwirtschaft zu dokumentieren. Zahlreiche dieser Abbildungen entstanden in Zusammenarbeit zwischen geübten Zeichnern und Botanikerinnen und Botanikern, die Exponate in klare, vergleichbare Referenzabbildungen überführten.
Anonymität war in der wissenschaftlichen Publizistik üblich, da Genauigkeit oft wichtiger war als eine Signatur. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Bild heute eine zeitlose Autorität, die Sammlerinnen und Sammler wissenschaftlicher Illustration sowie Liebhaberinnen und Liebhaber botanischer Geschichte anspricht.
Das Kunstwerk
Die Platte aus dem 19. Jahrhundert entstand in einer Epoche, in der die ökonomische Botanik florierte und Pflanzen nicht nur nach ihrer Form, sondern auch nach ihrem praktischen Nutzen dokumentiert wurden. Cannabis sativa stand aufgrund seiner Verwendung in der Faserproduktion, Samenwirtschaft und in medizinischen Anwendungen besonders im Fokus. Solche Tafeln dienten als unentbehrliche Nachschlagewerke für Züchter, Pharmazeuten und Lehrende und unterstützten die verlässliche Bestimmung von Arten.
Die Platte verkörpert den damaligen Anspruch, botanisches Wissen zu katalogisieren und zu verbreiten, und reiht sich ein in eine Tradition von botanischen Drucken, die wissenschaftliche Forschung mit visueller Klarheit verbinden. Sie ist ein Beleg für den hohen Stellenwert präziser Illustration in der Naturwissenschaft des 19. Jahrhunderts.
Stil und Merkmale
Die Komposition stellt eine detaillierte Cannabis‑Pflanze in den Mittelpunkt, umgeben von kleineren Studien, die zentrale botanische Merkmale wie Blätter, Blütenstände und Samen hervorheben. Feine Strichführung und subtile Schattierungen sorgen für Klarheit und Präzision; die grünen Farbtöne der Pflanze treten vor einem sanft gealterten beigen Hintergrund hervor. Die Gesamtwirkung ist nüchtern und gelehrt, typisch für die botanische Illustration des 19. Jahrhunderts.
Dieser Vintage‑Druckstil spricht Sammlerinnen und Sammler von wissenschaftlicher Wandkunst und solche an, die das Zusammentreffen von Kunst und Naturgeschichte schätzen. Das zurückhaltende Farbspektrum und die präzisen Darstellungen erzeugen eine ruhige, informierende Präsenz, die in vielen Räumen zur Geltung kommt.
In der Raumgestaltung
Diese botanische Cannabis‑Platte eignet sich besonders für Räume, die Konzentration und Neugier fördern, etwa Arbeitszimmer, Leseecken oder Studien. Die dezenten Töne harmonieren mit Naturmaterialien wie Eiche, Nussbaum oder Stein und fügen sich in moderne wie traditionelle Einrichtungsstile ein.
Für ein stimmiges Gesamtbild kann der beigefarbene Hintergrund in Leinen‑ oder Creme‑Textilien aufgegriffen werden, während grüne Akzente durch Pflanzen oder Keramik ergänzt werden. Eine schlichte Passepartout‑ und Rahmenlösung aus der Frames-Kollektion unterstreicht den konservatorischen Charakter und die feine Ausstrahlung des Werks.
