Über den Künstler
Korin Furuya war ein japanischer Designer und Illustrator, der in der Meiji-Zeit tätig war, einer Epoche, die von der Modernisierung der Kunstausbildung und einem erneuten Interesse an traditionellen Dekorkünsten geprägt war. Sein Schaffen steht in enger Verbindung mit dem Einfluss der Rimpa-Schule, in der stilisierte Naturmotive und rhythmische Muster eine zentrale Rolle in der Bildkultur spielen. Furuya trug zur Weiterentwicklung des japanischen Designs bei, indem er Musterbücher schuf, die Handwerker und Künstler über verschiedene Gewerke hinweg inspirierten.
Sein Nachlass lebt in diesen Designalben fort, die bis heute Sammler und Gestalter ansprechen, die an der Schnittstelle von japanischer Tradition und frühmoderner Ästhetik interessiert sind.
Das Kunstwerk
Die Tafel Bijutsukai 175 erschien 1901 in einer japanischen Kunstzeitschrift, die als Fundgrube für Künstler, Handwerker und Studierende diente. Solche Publikationen stellten zahlreiche Ornamentvorlagen bereit und förderten die Übernahme von Motiven in Textilien, Keramik, Lackwaren und Innenräumen. Das hier gezeigte Wellenmotiv spiegelt eine tiefe kulturelle Wertschätzung für die Rhythmen der Natur wider und vereint Energie mit Gelassenheit. Designtafeln wie diese prägten die visuelle Sprache der Zeit, indem sie klassische Inspiration mit aufkommenden modernen Formen verbanden. Für weitere Beispiele japanischer Dekorkunst besuchen Sie unsere japanisch und asiatisch inspirierte Wanddekoration und Kunstdrucke in Blautönen Kollektionen.
Stil und Merkmale
Die Komposition präsentiert ein dekoratives Feld stilisierter, schwungvoller Wellenformen, ausgeführt in kräftigem Blau vor hellem Hintergrund. Feine rote Akzente setzen gezielte Farbpunkte, während subtile graue Linienzeichnung Definition und Bewegung einbringt. Die klaren Konturen und flächigen Farbaufträge schaffen einen grafischen Effekt, der sowohl in der Tradition verwurzelt als auch auffallend modern wirkt. Die Gesamtstimmung ist ausgeglichen und ruhig, die rhythmische Wiederholung der Kurven evoziert eine sanfte, kraftvolle Dynamik. Das Werk lässt sich ausgezeichnet mit anderer Meeres- und Ozeanwandkunst sowie mit minimalistischen Einrichtungsstilen kombinieren.
In der Raumgestaltung
Dieses Vintage-Poster eignet sich für Räume, in denen man Bewegung einführen möchte, ohne den Raum zu dominieren. Die kühle Farbpalette und die fließenden Linien harmonieren mit lichtdurchfluteten Wohnzimmern, ruhigen Schlafzimmern oder kontemplativen Arbeitsbereichen. Eine Rahmung in hellem Holz, mattem Schwarz oder mit schlichten weißen Passepartouts betont seine elegante Präsenz. Das Design passt besonders zu Japandi-, Minimal- und zeitgenössischen Küstenstilen und funktioniert als subtiler Blickfang in einer Galerieanordnung neben Keramikobjekten oder weiteren gemusterten Drucken.
